Der weitverbreitete Leinenruck
Wer mittels Halsband oder Kettenhalsband / Stachelhalsband mechanisch im Halswirbelbereich einwirkt, vergisst, dass auch Hunde Bandscheiben besitzen und dort wichtige versorgende Blutbahnen zum Gehirn verlaufen, sich Luftröhre, Kehlkopf und Schilddrüse sich in diesem Bereich befinden. Bei einem starken Ruck an der Leine / Halsband können Bandscheibenverschiebungen auftreten. Bei stark ziehenden Hunden werden Luftröhre und Kehlkopf gequetscht - was zu einer Sauerstoff-unterversorgung im Köper führt. Die Schilddrüse wird ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Eine Quetschung der Hauptschlagader führt ebenfalls zu einer Sauerstoffunterversorgung im Gehirn.
Des Weiteren hat man an der School of Veterinary Medicine, University of Wisconsin-Madison (2006) bei einer Untersuchung an "Leinenziehern" mit Halsband festgestellt, dass der Augeninnendruck signifikant ansteigt. Das kann bei Hunderassen, die mit erblicher Netzhautablösung, grauer Star etc. belastet sind, zum Auslöser eben dieser Erkrankungen führen.
Aus diesen Gründen arbeiten wir, insbesondere bei Welpen und Junghunden sowie beim Einsatz von Schleppleinen, nur mit gut sitzenden Geschirren bzw. dualen Führsystem.